Weingut Klostermühle Odernheim

Unser hauseigenes Weingut

Gault Millau, Deutschlands wichtigster Weinführer bescheinigt dem Weingut Klostermühle Odernheim in seiner aktuellen Ausgabe von 2014, dass es zu den besten Betrieben der Nahe gehört. Dies gilt für die gesamte ungewöhnlich große Bandbreite der Produkte des Gutes: Rotweine, Sekte und Brände, weiße Burgunder und Riesling. Weine der Klostermühle werden als „ungemein trinkanimierend und herrlich-klar“, „ungemein würzig-tief“ und „faszinierend“ gewertet: „Dieser dynamische Betrieb ist weiter auf dem Weg nach oben“ so das Fazit. Uns freut die gute Bewertung (pars pro toto), aber noch mehr die Zufriedenheit unserer Kunden. Unser Weingut hat eine lange Tradition. Es entstand im Mittelalter als ein Wirtschafts-Hof des Klosters Disibodenberg. Das Kloster erlangte kulturgeschichtlichen Weltruhm, weil Hildegard von Bingen hier über 30 Jahre lebte und ihr berühmtestes Werk "Liber Scivias" hier entstanden ist. Nach der Säkularisierung des Klosters in der Reformation gelangten Mühle und Weinberge in den Besitz der Landesherren, der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken.

Von Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1992 wurde das Weingut durch die Odernheimer Familie Schmidt bewirtschaftet, die den Betrieb zu Ende der 1960er Jahre neu konzipierte und den Weinbergsbesitz erheblich erweiterte sowie eine neue Kellerei errichtete. Besonderheit ihrer Konzeption war die an der Nahe zu dieser Zeit völlig unübliche Konzentration auf Burgundersorten, besonders den Spätburgunder (Pinot Noir).

1992 wurde das Weingut von Dr. Peter Becker und Christian Held erworben, die den Betrieb erheblich erweiterten, die Sektproduktion begründeten und mithilfe des Betriebsleiters Thomas Zenz die Qualität der Weine und den Ruf des Weingutes weiter entwickelten.

Im Jahr 2009 erfolgte eine grundlegende Neuordnung: Dr. Peter Becker schied als Gesellschafter aus, Kellermeister Dipl. Winzer Thomas Zenz wurde Gesellschafter und weiterer Geschäftsführer, als Kommanditisten traten die Kaufleute Herwart Wilms, Hartmut Haase und Uta Armbruster-Held in die Gesellschaft ein. Unter der operativen Führung von Thomas Zenz konnte die Qualität weiter gesteigert werden. Erhebliche weitere Investitionen in Weinberg und Technik wurden getätigt und in Meisenheim der Boos von Waldecksche Hof renoviert und die Boos von Waldecksche Hofbrennerei gegründet, die sich innerhalb kürzester Zeit einen hervorragenden Namen für hochwertige Obst- und Tresterdestillate machen konnte. Die Klostermühle Odernheim bewirtschaftet heute über 13 Hektar,  ausschließlich Steillagen. Die Jahresproduktion liegt bei ca. 110 000 Flaschen, davon 30 000 Flaschen Sekt und 3000 Flaschen Brände. Der Betrieb konzentriert sich auf die besten Weinberge in der Odernheimer Gemarkung. Besonders zu erwähnen sind der Weinberg „Kloster Disibodenberg“, der zu den besten Lagen der Nahe gehört und als eines der großen deutschen Terroirs bezeichnet wird. Im Alleinbesitz ist „der“ Burgunderweinberg der Nahe „Montfort“ und große Teile des Odernheimer „Kapellenberg“. Eine äußerst sorgfältige, naturnahe Bewirtschaftung der Weinberge und die Pflege alter Rebanlagen sind Grundlagen für konzentrierte, stoffige, von Mineralität und Frucht geprägte elegante Weine. Die wichtigsten Rebsorten zu etwa je einem Viertel der Produktion sind Riesling, Spätburgunder und Grauburgunder. Weiterhin wird Weißburgunder, Frühburgunder, Chardonnay, Silvaner und Gewürztraminer erzeugt.

Im Keller kommen für die Weißweine kleine Edelstahlfässer (600, 1.200 und 2.400 Liter) zum Einsatz, um die Fruchtnoten besonders reintönig zu erhalten. Alle Rotweine sowie einige weiße Burgunderspezialitäten werden im Holz ausgebaut. Dabei kommen neben den traditionellen Fässern der Nahe, dem sogenannten Stück (1.200l), Barriques (225 l bis 300l) zum Einsatz. Die Sekte werden im klassischen Flaschengärverfahren selbst erzeugt. Die Brände entstehen in der eigenen Brennanlage in Meisenheim, die nach modernsten Gesichtspunkten konzipiert wurde, um die Fruchtaromen vollreifer Früchte unverfälscht herauszuarbeiten.